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Tractatus Logico-Philosophicus
2.063

Die gesamte Wirklichkeit ist die Welt.

🤖 ChatGPT-Analyse 11.09.2026 21:30

Wittgenstein bestimmt in 2.063 „Wirklichkeit“ als die Gesamtheit der tatsächlich bestehenden Sachverhalte; genau diese Gesamtheit nennt er „Welt“. Damit präzisiert er 1.1 („Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge“): Nicht Gegenstände, sondern das Bestehen von Sachverhalten konstituiert die Welt. Philosophisch wichtig ist die Abgrenzung zum logischen Raum aller Möglichkeiten: Möglichkeiten bilden den Rahmen; Wirklichkeit ist die aktual verwirklichte Auswahl daraus. Daraus folgt ein ontologischer Minimalismus und eine Grenzziehung des Sinnvollen: Sinnvolle Sätze bilden Tatsachen ab, die in der Welt liegen. Es gibt nichts „hinter“ oder „außerhalb“ der Welt an Gegenständen oder Metaphysik, das sinnvoll beschrieben werden könnte. So stützt 2.063 das Bildtheorie-Programm: Sprache und Logik orientieren sich an der Struktur der Wirklichkeit als Totalität von Tatsachen.

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