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Tractatus Logico-Philosophicus
6.001

Dies sagt nichts anderes, als dass jeder Satz ein Resultat der successiven Anwendung der Operation N'(ξ̄) auf die Elementarsätze ist.

🤖 ChatGPT-Analyse 11.09.2026 23:13

Wittgenstein behauptet hier: Jeder sinnvolle Satz lässt sich aus Elementarsätzen durch wiederholte Anwendung einer einzigen Wahrheitsoperation N (gemeinsame Verneinung/Sheffer-Strich) konstruieren. N verneint eine ganze Menge von Sätzen; durch Iteration entstehen alle üblichen Verknüpfungen (und, oder, wenn–dann, All- und Existenzquantor).

Philosophisch zeigt das zweierlei:
- Jeder Satz ist eine Wahrheitsfunktion der Elementarsätze; es gibt keine eigenständigen „logischen Gegenstände“, nur die reine Syntax der Verknüpfung.
- Logik fügt dem Inhalt nichts hinzu, sondern zeigt lediglich die Form, in der Sätze aus einfacheren gebildet werden – damit markiert sie die Grenze des Sinnvollen.

Im Rahmen der Bildtheorie heißt das: Elementarsätze bilden unabhängige Sachverhalte ab; komplexe Sätze fügen keinen neuen Sachverhalt hinzu, sondern bestimmen nur, unter welchen Kombinationen dieser Sachverhalte der Gesamt-Satz wahr ist.

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