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Tractatus Logico-Philosophicus
6.522

Es gibt allerdings Unaussprechliches. Dies zeigt sich, es ist das Mystische.

🤖 ChatGPT-Analyse 12.09.2026 15:27

Die Stelle markiert Wittgensteins Grundunterscheidung von Sagen und Zeigen. Sprachlich sinnvoll sagbar sind nur Tatsachen über die Welt; Logische Form, Wert, Sinn des Lebens, daß die Welt ist (nicht wie sie ist) entziehen sich der Aussage. Diese Unaussprechlichen „zeigen sich“: in der Struktur der Sprache (logische Form), im ästhetisch‑ethischen Erleben, im „Gefühl der Welt als begrenztes Ganzes“ (6.45). Das „Mystische“ ist daher kein geheimer metaphysischer Inhalt, sondern die Grenze des Sagbaren, die in unserer Erfahrung aufscheint. Philosophisch dient dies der Grenzziehung des Sinnvollen: Über Wert, Gott, das Absolute kann man nicht theoretisch reden; man kann es nur leben/zeigen. Damit bereitet 6.522 den Schluss vor: Wovon man nicht sprechen kann, darüber muß man schweigen.

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