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Wittgensteins Tractatus und die Selbstbezüglichkeit der Sprache: 1987
198 S. 178

In jedem der folgenden Zitate ist von „zeigen" die Rede: genauer betrachtet, erkennt man darin einen Systemansatz von verschiedenen Dimensionen des „Zeigen":

(1): „Was in den Zeichen nicht zum Ausdruck kommt, das zeigt ihre Anwendung." (TLP-3.262) Dies sei als „Zeigen-pragmatisch" („Zeigen-p") bezeichnet.

(2): „Der Satz zeigt seinen Sinn." (TLP-4.022) Dies sei als „Zeigen-inhaltlich („Zeigen-i") bezeichnet.

(3) „Dass etwas unter einen formalen Begriff als dessen Gegenstand fällt, kann nicht durch einen Satz ausgedrückt werden. Sondern es zeigt sich an dem Zeichen dieses Gegenstandes selbst." (TLP-4.126) Dies sei als „Zeigen-formal" („Zeigen-f") bezeichnet. - Ein Spezialfall ist das artifizielle Zeigen-formallogisch der logischen Sätze (Tautologie und Kontradiktion) („Zeigen-fl"): „Die Sätze der Logik demonstrieren die logischen Eigenschaften der Sätze, indem sie sie zu nichtssagenden Sätzen verbinden." (TLP-6.121) Dazu gesondert in Kapitel 3.3

(4): „Dass ein Satz weiter zerlegbar ist, das zeigt sich, wenn wir ihn durch Definitionen weiter zerlegen." (TB 11.10.14) Dies sei als „Zeigen-analytisch" („Zeigen-a") bezeichnet.

(5): „Die Logik ist keine Lehre, sondern ein Spiegelbild der Welt." (TLP-6.13) Dies sei als „Zeigen-formal-inhaltlich" („Zeigen-fi") bezeichnet und zwar in ontologischer und epistemologischer Hinsicht.

(6): „Es gibt allerdings Unaussprechliches: dies zeigt sich, es ist das Mystische." (TLP-6.522) „Das Ich tritt in die Philosophie dadurch ein dass die 'Welt meine Welt ist'." (TLP-5.641) Dies sei als „Zeigen-transzendent" („Zeigen-t") bezeichnet.

🤖 ChatGPT-Analyse 17.09.2026 23:42

Die Autorin/der Autor entwickelt aus verstreuten Tractatus-Stellen eine systematische Taxonomie des „Zeigens“ (p/i/f/fl/a/fi/t). Argumentativ wird gezeigt: (p) Gebrauch manifestiert, was Zeichen nicht ausdrücken; (i) der Satz exponiert seinen Sinn; (f) formale Zugehörigkeit zeigt sich am Zeichen, mit (fl) als artifiziellem Spezialfall logischer Sätze; (a) Analyse durch Definitionen lässt weitere Gliederung sichtbar werden; (fi) Logik spiegelt die Welt und verbindet Form und Inhalt ontologisch wie erkenntnistheoretisch; (t) Mystisches und das Ich zeigen sich, bleiben aber unsagbar. Die Position ist wohlwollend-systematisierend: Statt einer bloßen Dichotomie von Sagen/Zeigen wird „Zeigen“ als mehrdimensionale Leitkategorie rekonstruiert, die Pragmatik, Semantik, Formallogik, Methode und Transzendenz verbindet. So erscheint der Tractatus nicht als Dogmatik, sondern als demonstrative Philosophie, deren Kohärenz durch unterschiedliche Modi des Zeigens getragen wird.

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