Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge.
Mit 1.1 verschiebt Wittgenstein den ontologischen Schwerpunkt: Die Welt besteht nicht aus isolierten Dingen, sondern aus Tatsachen—aus bestehenden Sachverhalten, also bestimmten Verknüpfungen von Gegenständen. Objekte liefern die Substanz und die Möglichkeiten (logischer Raum), doch erst ihre tatsächlichen Kombinationen bestimmen, was der Fall ist. Philosophisch begründet dies seine Bildtheorie der Sprache: Sätze sind Bilder von Tatsachen; ihre Wahrheit liegt in der strukturellen Entsprechung zu dem, was besteht. Damit grenzt Wittgenstein sinnvolle Rede auf das Abbildbare ein und koppelt die Grenzen der Welt an die Grenzen des Sagbaren. Die Pointe: Metaphysik über „Dinge an sich“ verfehlt den Gegenstand der Philosophie; entscheidend ist die logische Form von Tatsachen und der durch sie bestimmte Möglichkeitsraum. So entsteht ein minimaler Realismus über Objekte und ein Primat der Faktizität für Bedeutung und Erkenntnis.
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