Wenn von einem Dinge alle positiven Aussagen gemacht sind, sind doch nicht schon alle negativen auch gemacht! Und darauf kommt alles an! Der gefürchtete Dualismus von positiv und negativ besteht nicht denn (x).ϕx etc., etc. sind weder positiv noch negativ. Wenn schon der positive Satz nicht im negativen vorkommen muß, muß nicht in jedem Fall das Urbild des positiven Satzes im negativen vorkommen? Indem wir – und zwar in jeder möglichen Notation – zwischen \~aRb und \~bRa unterscheiden, setzen wir in einer jeden eine bestimmte Zuordnung von Argument und Argumentstelle im negativen Satz voraus; die ja das Urbild des verneinten positiven Satzes ausmacht. Ist also nicht jene Zuordnung der Bestandteile des Satzes, mit welcher noch nichts gesagt ist, das eigentliche Bild im Satze? Ob nicht meine Unklarheit auf dem Unverständnis des Wesens der Relationen beruht? Kann man denn ein Bild verneinen? Nein. Und darin liegt der Unterschied zwischen Bild und Satz. Das Bild kann als Satz dienen. Dann tritt aber etwas zu ihm hinzu, was macht, daß es nun etwas sagt. Kurz: Ich kann nur verneinen, daß das Bild stimmt, aber das Bild kann ich nicht verneinen. Dadurch, daß ich den Bestandteilen des Bildes Gegenstände zuordne, dadurch stellt es nun einen Sachverhalt dar und stimmt nun entweder oder stimmt nicht. (Z. B. stellt ein Bild das Innere eines Zimmers dar etc.)
Nur angemeldete Nutzer:innen können neue KI-Analysen anfordern. Anmelden