„Die naturwissenschaftlich allgemeinen Sätze, die sog. Gesetzeshypothesen, sind demnach zu sehen - wie Wittgenstein im Hinblick auf die Newtonsche Mechanik formuliert - als „Versuch, alle *wahren* Sätze, die wir zur Weltbeschreibung brauchen, nach Einem Plane zu konstruieren." (TLP-6.343) Als solche beruhen sie auf dem „Vorgang der Induktion", der darin besteht, „dass wir das *einfachste* Gesetz annehmen, das mit unseren Erfahrungen in Einklang zu bringen ist." (TLP-6.363) Es liegt nahe, ein naturwissenschaftliches Gesetz TLP-gemäß zu sehen als Resultat (1) einer *Formalisierung* von „*wahren* Sätzen" über Tatsachen (von „unseren Erfahrungen") und (2) als nachträgliche empirische Verallgemeinerung durch *Entformalisierung* des formalen Allgemeinheitsbereiches der durch die Formalisierung gewonnenen Satzvariablen."