Dieser wichtigere Aspekt verschwindet in TLP-3.332 und scheint sich mit dem Russell'schen Selbstbezüglichkeitsverbot zu nivellieren, obwohl er andererseits implizite in anderen Traktat-Sätzen aufscheint (als der zentrale philosophische Beitrag Wittgensteins, m.E.): als Verquickung der beiden Momente Selbstbezüglichkeit einerseits (deren Relevanz für die Logik gezeigt zu haben, Russells Verdienst ist) und Symbol andererseits in: unmögliche Selbstbezüglichkeit des Symbols - d.h.: Sprache kann nicht über die eigenen wesentlichen Eigenschaften sprechen. Die Relevanz des Symbols am Zeichen gezeigt und die Verstrickung desselben in der Selbstbezüglichkeit als fundamentales Problem der Logik und der formalen Sprachtheorie erwiesen zu haben, das ist m.E.der Beitrag Wittgensteins
Einige einschlägige Traktat-Sätze seien nochmals kurz zusammengefasst: zu beleuchten sind sie unter dem oben ausgeführten Gesichtspunkt der unmöglichen Selbstbezüglichkeit des jeweiligen Symbols einer jeweiligen Sinndimension:
2.172f. unmögliche Selbstbezüglichkeit (=„üSBZ") der Form der Abbildung: „Seine Form der Abbildung aber kann das Bild nicht abbilden"
3.333 üSBZ der Funktion
TLP-4.041 üSBZ der mathematischen Mannigfaltigkeit: „Die mathematische Mannigfaltigkeit kann man .natürlich nicht selbst wieder abbilden"
TLP-4.12 üSBZ der logischen Form: „... aber er ((der Satz)) kann nicht das darstellen, was er mit der Wirklichkeit gemein haben muß, um sie darstellen 2u können - die logische Form"
TLP-4.442 üSBZ der Affirmation: „Ein Satz kann unmöglich von sich selbst aussagen, dass er wahr ist"