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Wenn ein Satz eine bestimmte wesentliche, formale Eigenschaft hat, dann kann er auf eine bestimmte Weise formalisiert werden, d.h. er kann als Wert einer bestimmten Variable gesehen werden. Nochmals zum Unterschied zwischen „Zeichen" und „Symbol": sehr treffend kommt dieser Unterschied zum Ausdruck im Falle des Zeichens „'ist'„, in dessen „äußerer Form des Kleides" (TLP-4.002) sich mehrere Symbole verbergen: (1) Zuordnung eines Prädikates: „fa", (2) Zugehörigkeit eines Elementes zu einer Klasse: „x ε α", (3) Inklusion einer Klasse in einer anderen: „x c ß", definiert als: (x) x ε α ↔ x ε ß, (4) für den Ausdruck der Identität: „x = y" (von Wittgenstein allerdings nicht akzeptiert), (5) Ausdruck der Existenz:"(Ex) fx". (vgl. auch TLP-3.323)

Die Formalisierung hat dabei die Aufgabe, die verschiedenen Symbole, die sich in einem umgangssprachlichen Zeichen verbergen (und mitunter verwechselt werden), explizit zu differenzieren. (vgl. TLP-3.325)