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S. 34

Formulieren wir also, um auf den Kern zu kommen, einige problematische Satze (und darunter speziell solche, welche ich als wesentlich für die Entstehung und den Dekurs der Antinomien isoliert habe) und stellen jeweils die Prage, ob zufolge eines der beiden Theorien diese als usinnige bzw. nicht als solche zu betrachten sind und wenn ja bzw. wenn nein warum.

Fall (1): „Der Mensch ist eine Farbe". Sowohl für Russell als auch für Wittgenstein unsinnig. Russell: „Mensch" ist kein sinnvolles Argument bzw. ergibt als solches keinen sinnvoller Wert der Satzfunktion „x ist eine Farbe"; oder: „Mensch" hört nicht zum Signifikanzbereich der Funktion „x ist eine Farbe". - Wittgenstein: „Mensch" kann nicht syntaktisch-sinnvoll im Sachverhalt, den Satz (1) darstellt, vorkommen; dieses Vorkommnis des Gegenstandes „Mensch" (angenommen, dies sei ein Gegenstand!) entspricht nicht seiner „Form", seinen „internen Eigenschaften". Das wäre der eher ontologische Aspekt - der logische ist: (1) ist keine syntaktisch sinnvolle Konfiguration; der Name „Mensch" tritt in einer ihm nicht angemessenen syntaktischen Konfiguration auf.

Man sieht, wie die ontologische „Form des Gegenstandes", die der „logischen Form" der syntaktischen Konstellation zugrunde liegt, ungefähr auf dasselbe hinausläuft, was Russell „range of sigificance" und „type" nennt, wenn man von der Typennummerierung absieht und nur etwa folgende Definition von „type" betrachtet: „A type is defined as the range of significance of a propositional function, i.e., as the collection of arguments for which the said function has values." (Russell (20), S. 75). Diese Seite des Typenbegriffes kann man sagen hat Wittgenstein in seinen Begriff der „logischen Forn" integriert: nur wird bei Wittgenstein alles von der Seite des Gegenstandes her gesehen. Der „Potenzraum" des Gegenstandes (das ist die Gesamtheit der Möglichkeiten seines sinnvollen Vorkommens in Sachverhalten) ist das Primäre: der Typ einer Punktion ist sekundär bestimmt als ein bestimmter Teil des „Potenzraumes" aller jener Gegenstände, mit welchen als Argumenten diese Funktion sinnvolle Werte hat; d.h. eine Funktion (mit Wittgenstein gesehen) ist der sprachliche Repräsentant einer „Möglichkeit des Vorkommens in einem Sachverhalt" von mehreren Gegenständen: diese, als sinnvolle Argumente der Funktion, machen den Signifikanzbereich und mithin den „Typ" dieser Funktion aus.